Für die Crew
Software, die an Bord nicht stört.
Das Büro kauft eine Verwaltung. Benutzt wird sie von Leuten, die um halb sechs am Steg stehen und keine Lust auf ein Formular haben. Wenn die Zeiterfassung sie ärgert, wird sie umgangen — und dann stimmt am Monatsende gar nichts. Deshalb sieht jede Person auf ihrem eigenen Handy nur das, was sie angeht.

Kein App-Store, keine Installation: das Portal ist eine Adresse im Browser, die man einmal auf den Home-Bildschirm legt. Angemeldet wird sich mit Benutzername und Passwort vom Büro.

Einstempeln, ohne etwas zu suchen
Die App öffnet sich auf einem Knopf. Das Schiff ist schon vorausgewählt, weil im Dienstplan steht, wo diese Person heute hingehört. Darunter steht, was diese Woche zusammengekommen ist und wann zuletzt gestempelt wurde.
- Kein Ausweis nötig, das Handy reicht
- Gestempelt wird nur in der Nähe des Anlegers, wenn der Betrieb das so einstellt
- Ist die Zeit falsch, führt ein Knopf direkt zur Meldung

Der eigene Plan, ohne Gruppenchat
Jede Person sieht ihre eigenen Dienste: Schiff, Zeit, Rolle, wer sonst noch an Bord ist, wie voll es voraussichtlich wird und wie das Wetter werden soll. Kein Foto eines Ausdrucks, keine Frage, welche Fassung gilt.
- Als Liste oder als Kalender
- Passt ein Dienst nicht, geht die Meldung mit einem Knopf ins Büro
- Wer will, abonniert den Plan im Kalender seines Handys

Urlaub beantragen, Stand sehen
Oben die drei Zahlen, um die es geht: Anspruch, genommen, übrig. Darunter der Antrag in vier Feldern. Was eingereicht ist, steht mit seinem Stand darunter, und die Entscheidung des Büros kommt als Nachricht zurück.
- Urlaub, Krankheit, Sonderurlaub und unbezahlt, getrennt gezählt
- Der Dienstplaner hält sich an genehmigte Abwesenheiten
- Niemand muss im Büro nachfragen, wie viele Tage noch übrig sind

Vergessene Stempel melden
Ein vergessener Stempel ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die Meldung nennt die betroffene Schicht aus einer Liste, damit niemand Daten abtippt, und das Büro trägt die Korrektur ein. Beides steht im Protokoll.
- Drei Fälle: Zeit falsch, Schicht fehlt, Schicht zu viel
- Die Schicht wird ausgewählt, nicht beschrieben
- Korrigiert wird im Büro — die Crew ändert ihre Zeiten nicht selbst

Was gerade gilt, hängt am Brett
Steg gesperrt, Werftaufenthalt, neue Abfahrtszeit. Das sind Dinge, die gelten, bis sie nicht mehr gelten — und die deshalb kein Handy wecken müssen. Ein Zettel hängt, bis er abgehängt wird oder sein Datum vorbei ist.
- Kein Push, keine Antwort, kein Zustellstand
- Steht auch an Bord auf dem Tablet
- Ein wichtiger Zettel bleibt oben und ist rot umrandet

Anweisungen, die zur eigenen Arbeit gehören
Jede Wissensseite hängt an einem Schiff, einer Fahrtart oder einer Person. Deshalb steht im Portal nur das, was diese Person tatsächlich betrifft — und nicht das Handbuch des ganzen Betriebs.
- Nach Bereich sortiert: Betrieb, Service, Sicherheit
- An Bord erscheinen die Seiten genau dieser Fahrt
- Eine Checkliste ist eine Seite, die man abhaken kann

Jede Person entscheidet, was aufs Handy kommt
Nicht jede Meldung ist eine Nachricht wert, und nicht für jeden dieselbe. Was aufs Handy kommt, stellt jede Person selbst ein. Das Büro legt nur fest, was so dringend ist, dass es sich nicht abstellen lässt.
- Ruhezeit: nachts kommt nichts, außer dem Notruf
- Eine Nachricht führt auf genau die Seite, um die es geht
- Auf dem iPhone geht Push nur aus der auf den Home-Bildschirm gelegten App — das Portal sagt das beim Einrichten
Was es ausdrücklich nicht tut
- Kein Standort außer beim Stempeln. Geprüft wird die Entfernung zum Anleger, gespeichert wird sie nicht — und auch die Karte zeigt Schiffe und Fahrzeuge, nie Menschen
- Keine fremden Pläne. Jede Person sieht ihre Dienste; wer alle sehen soll, bekommt das vom Büro freigeschaltet
- Keine Zeiten, die sich selbst ändern lassen. Eine Korrektur ist ein Antrag, und das Büro entscheidet
- Kein Zwang zum Handy. Wer keins benutzen will, stempelt am Terminal am Anleger
Jede Person bekommt Benutzername und Passwort aus dem Büro, meldet sich einmal an und legt die Seite auf den Home-Bildschirm. Danach sieht es aus wie eine App und verhält sich auch so. Wer das Passwort vergisst, bekommt vom Büro ein neues — es gibt keine zweite Anmeldung, die man kennen müsste.