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Für die Crew

Software, die an Bord nicht stört.

Das Büro kauft eine Verwaltung. Benutzt wird sie von Leuten, die um halb sechs am Steg stehen und keine Lust auf ein Formular haben. Wenn die Zeiterfassung sie ärgert, wird sie umgangen — und dann stimmt am Monatsende gar nichts. Deshalb sieht jede Person auf ihrem eigenen Handy nur das, was sie angeht.

Das Mitarbeiter-Portal am Handy: „Hallo, Mara Muster“, darunter Kacheln für Mein Plan, Urlaub, Zeit korrigieren und Schwarzes Brett

Kein App-Store, keine Installation: das Portal ist eine Adresse im Browser, die man einmal auf den Home-Bildschirm legt. Angemeldet wird sich mit Benutzername und Passwort vom Büro.

Check-in am Handy: angemeldet als Mara Muster, Montag der 14. September, „Du bist heute für MS Zeichen von Nordstadt eingeplant“, darunter ein großer Knopf „Tippe zum Einchecken“

Einstempeln, ohne etwas zu suchen

Die App öffnet sich auf einem Knopf. Das Schiff ist schon vorausgewählt, weil im Dienstplan steht, wo diese Person heute hingehört. Darunter steht, was diese Woche zusammengekommen ist und wann zuletzt gestempelt wurde.

  • Kein Ausweis nötig, das Handy reicht
  • Gestempelt wird nur in der Nähe des Anlegers, wenn der Betrieb das so einstellt
  • Ist die Zeit falsch, führt ein Knopf direkt zur Meldung
Mein Plan am Handy: Montag der 14.09. bei 19 Grad, MS Zeichen von Nordstadt von 10:00 bis 12:30, Rolle SF, etwa 115 Gäste und 38 Prozent Auslastung, dazu die Kollegen je Fahrt

Der eigene Plan, ohne Gruppenchat

Jede Person sieht ihre eigenen Dienste: Schiff, Zeit, Rolle, wer sonst noch an Bord ist, wie voll es voraussichtlich wird und wie das Wetter werden soll. Kein Foto eines Ausdrucks, keine Frage, welche Fassung gilt.

  • Als Liste oder als Kalender
  • Passt ein Dienst nicht, geht die Meldung mit einem Knopf ins Büro
  • Wer will, abonniert den Plan im Kalender seines Handys
Urlaub am Handy: 28 Tage Jahresanspruch, 5 genommen, 23 verbleibend, darunter ein Formular für einen neuen Antrag mit Typ, Von, Bis und Grund

Urlaub beantragen, Stand sehen

Oben die drei Zahlen, um die es geht: Anspruch, genommen, übrig. Darunter der Antrag in vier Feldern. Was eingereicht ist, steht mit seinem Stand darunter, und die Entscheidung des Büros kommt als Nachricht zurück.

  • Urlaub, Krankheit, Sonderurlaub und unbezahlt, getrennt gezählt
  • Der Dienstplaner hält sich an genehmigte Abwesenheiten
  • Niemand muss im Büro nachfragen, wie viele Tage noch übrig sind
Zeit korrigieren am Handy: Auswahl zwischen falscher Zeit, fehlender Schicht und einer Schicht zu viel, darunter eine Liste der letzten Schichten zum Auswählen

Vergessene Stempel melden

Ein vergessener Stempel ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die Meldung nennt die betroffene Schicht aus einer Liste, damit niemand Daten abtippt, und das Büro trägt die Korrektur ein. Beides steht im Protokoll.

  • Drei Fälle: Zeit falsch, Schicht fehlt, Schicht zu viel
  • Die Schicht wird ausgewählt, nicht beschrieben
  • Korrigiert wird im Büro — die Crew ändert ihre Zeiten nicht selbst
Schwarzes Brett am Handy: drei Zettel auf einer Korkwand, „Steg 2 gesperrt“ rot umrandet, „Werftaufenthalt La Bella“ und „Neue Fahrtzeiten ab Oktober“, jeweils mit Verfasser und Ablaufdatum

Was gerade gilt, hängt am Brett

Steg gesperrt, Werftaufenthalt, neue Abfahrtszeit. Das sind Dinge, die gelten, bis sie nicht mehr gelten — und die deshalb kein Handy wecken müssen. Ein Zettel hängt, bis er abgehängt wird oder sein Datum vorbei ist.

  • Kein Push, keine Antwort, kein Zustellstand
  • Steht auch an Bord auf dem Tablet
  • Ein wichtiger Zettel bleibt oben und ist rot umrandet
Wissen am Handy: Seiten nach Bereich sortiert, Anleger Nordstadt und Ansage Große Seerunde unter Betrieb, Küche an Bord unter Service, Abfahrtskontrolle und Was tun bei Nebel unter Sicherheit

Anweisungen, die zur eigenen Arbeit gehören

Jede Wissensseite hängt an einem Schiff, einer Fahrtart oder einer Person. Deshalb steht im Portal nur das, was diese Person tatsächlich betrifft — und nicht das Handbuch des ganzen Betriebs.

  • Nach Bereich sortiert: Betrieb, Service, Sicherheit
  • An Bord erscheinen die Seiten genau dieser Fahrt
  • Eine Checkliste ist eine Seite, die man abhaken kann
Benachrichtigungen am Handy: Notruf kommt immer, auch in der Ruhezeit, darunter Schalter für Dienstplan, Nachrichten und Bescheide vom Büro

Jede Person entscheidet, was aufs Handy kommt

Nicht jede Meldung ist eine Nachricht wert, und nicht für jeden dieselbe. Was aufs Handy kommt, stellt jede Person selbst ein. Das Büro legt nur fest, was so dringend ist, dass es sich nicht abstellen lässt.

  • Ruhezeit: nachts kommt nichts, außer dem Notruf
  • Eine Nachricht führt auf genau die Seite, um die es geht
  • Auf dem iPhone geht Push nur aus der auf den Home-Bildschirm gelegten App — das Portal sagt das beim Einrichten

Was es ausdrücklich nicht tut

  • Kein Standort außer beim Stempeln. Geprüft wird die Entfernung zum Anleger, gespeichert wird sie nicht — und auch die Karte zeigt Schiffe und Fahrzeuge, nie Menschen
  • Keine fremden Pläne. Jede Person sieht ihre Dienste; wer alle sehen soll, bekommt das vom Büro freigeschaltet
  • Keine Zeiten, die sich selbst ändern lassen. Eine Korrektur ist ein Antrag, und das Büro entscheidet
  • Kein Zwang zum Handy. Wer keins benutzen will, stempelt am Terminal am Anleger
Wie es hineinkommt

Jede Person bekommt Benutzername und Passwort aus dem Büro, meldet sich einmal an und legt die Seite auf den Home-Bildschirm. Danach sieht es aus wie eine App und verhält sich auch so. Wer das Passwort vergisst, bekommt vom Büro ein neues — es gibt keine zweite Anmeldung, die man kennen müsste.