Hardware
Eine Stempeluhr, die am Steg steht.
Ein Kasten an der Gangway, ein Chip davor gehalten, ein grünes Licht. Mehr passiert nicht, und das ist der Punkt: um halb sechs bei Regen mit Handschuhen will niemand ein Handy entsperren. Wir bauen die Geräte selbst, stellen sie auf und vermieten sie.
Was drinsteckt
Ein ESP32, unsere Firmware, ein Gehäuse fürs Draußen.
Kein zugekauftes Terminal mit fremder Cloud. Das Gerät kennt genau zwei Adressen: den Stempel und das Lebenszeichen. Beides geht verschlüsselt und unterschrieben zu Ihrem Server.
- Stempeln per Ausweis oder Schlüsselanhänger, ohne Anmeldung
- Lebenszeichen jede Minute, damit im Büro auffällt, wenn eins ausfällt
- Mehrere WLANs hinterlegt: Büro, Hafen, Mobilfunk-Hotspot, je nachdem, was da ist
- Uhrzeit aus dem Netz, mit Sommerzeit — ein Stempel mit falscher Uhr wäre wertlos
Drei Wege, ein Stempel
Womit jemand stempelt, ist der Software egal. Aus allen drei Wegen wird dieselbe Schicht mit Anfang, Ende, Pause und Schiff — niemand muss sich für einen entscheiden, und im selben Betrieb dürfen alle drei nebeneinander laufen.
- Terminal am Anleger
- Ausweis oder Chip an den Kasten halten. Kein Handy, kein Passwort, keine Hände frei nötig. Für alle, die ohnehin dort vorbeigehen.
- Handy in der Jackentasche
- Die Check-in-App im Browser, ein Knopf. Auf Wunsch nur in der Nähe des Anlegers: die Entfernung wird beim Tippen geprüft und nicht gespeichert.
- Aufkleber am Tablet
- Ein NFC-Aufkleber trägt die Adresse des Terminals. Handy dranhalten, die App öffnet sich und stempelt auf dieses Gerät. Der Aufkleber kostet nichts und ersetzt kein Terminal, aber er hilft dort, wo schon ein Tablet hängt.
Was passiert, wenn das Netz weg ist
Am Steg ist das kein Ausnahmefall. Das Terminal schreibt den Stempel in seinen eigenen Speicher und schickt ihn nach, sobald es wieder Empfang hat — mit der Uhrzeit, zu der gestempelt wurde, nicht mit der, zu der es ankam.
- Der Stempel liegt im Gerät, bis der Server ihn bestätigt hat
- Alle 15 Sekunden ein neuer Versuch, ohne dass jemand etwas tun muss
- Fällt ein Gerät ganz aus, sieht das Büro es am fehlenden Lebenszeichen
Was ein Terminal nicht ist
- Keine Kamera, kein Mikrofon, kein Bildschirm mit Namen. Das Gerät kennt Ausweisnummern, keine Personen
- Kein Schloss. Es öffnet keine Tür und hält niemanden auf
- Kein eigenes Netz. Es braucht Strom und ein WLAN, das dort ankommt
- Kein Kauf von der Stange. Zahl, Weg und Stromanschluss sind jedes Mal anders, deshalb steht der Preis in keiner Liste
Jeder Stempel ist unterschrieben
Ein Gerät, das Arbeitszeit meldet, muss beweisen können, dass es das Gerät ist. Jeder Stempel trägt deshalb eine Signatur aus einem Schlüssel, der nur auf dem Terminal und auf Ihrem Server liegt. Stimmt sie nicht, wird der Stempel abgewiesen.
- Der Schlüssel steht in Ihrer Installation und lässt sich wechseln — die Änderung gilt sofort, ohne Neustart
- Ein unbekanntes Gerät wird nicht angenommen, sondern landet als Anfrage im Büro
- Die Verbindung läuft über HTTPS zu Ihrem Server, nicht über eine fremde Cloud
Im Büro steht jedes Gerät mit seinem Zustand, dem letzten Lebenszeichen und seinen Stempeln. Ein Terminal, das seit einer Stunde schweigt, fällt auf, bevor jemand am Monatsende fehlende Zeiten sucht.
Bauen, aufstellen, mieten
Die Geräte gehören uns und werden gemietet: ein Betrag je Gerät und Monat, dazu einmalig der Aufbau vor Ort. Beides steht in keiner Preisliste, weil Stückzahl, Gehäuse, Weg und Stromanschluss jedes Mal anders sind — wir sehen uns den Anleger an und nennen die Zahl im Angebot.
- Wir bauen das Gerät und bereiten es auf Ihre Installation vor
- Wir stellen es auf und schließen es ans WLAN an
- Geht eins kaputt, tauschen wir es aus; die Miete deckt das ab
- Mehr Geräte später sind eine Anfrage aus der Software heraus, kein neuer Vertrag
Eines je Ort, an dem Dienst beginnt — nicht eines je Schiff. Ein Betrieb mit sechs Schiffen an zwei Anlegern braucht zwei. Wer unsicher ist, fängt mit einem an: das Handy und der Aufkleber decken den Rest ab, und ein zweites Gerät ist später eine Frage von Tagen.